Was sind Custom Objects in HubSpot?
Custom Objects sind eigene Datenobjekte in HubSpot jenseits der vier Standard-Objekte (Kontakte, Unternehmen, Deals, Tickets). Sie ermöglichen individuelle Geschäftslogik direkt im CRM. Projekte, Subscriptions, Produkte, Standorte, Partner-Beziehungen: Alles, was die Standard-Objekte nicht abbilden, kann ein Custom Object werden.
HubSpot hat Custom Objects 2020 eingeführt. Seitdem sind sie für Enterprise-Kunden verfügbar. Seit 2023 bietet auch der Professional-Plan ein begrenztes Custom Object Kontingent.
Wann braucht man Custom Objects?
Die Standard-Objekte decken 80% der B2B-Use-Cases ab. Custom Objects sind für die restlichen 20%, bei denen die Standard-Struktur nicht ausreicht.
Konkretes Beispiel: Ein SaaS-Unternehmen verkauft Subscriptions. Ein Deal kann mehrere Subscriptions haben (verschiedene Module, verschiedene Laufzeiten). In der Standard-Struktur müsstest du das über Deal Line Items oder Properties lösen. Beides wird schnell unübersichtlich. Ein Custom Object „Subscription“ mit eigenen Properties (Startdatum, Enddatum, Modul, MRR) ist sauberer und skalierbarer.
Typische Custom Objects im DACH-Raum
Projekte: Professional Services Firmen, die nicht nur Deals tracken, sondern auch die Projekte nach dem Abschluss.
Standorte: Unternehmen mit mehreren Niederlassungen, wo jeder Standort eigene Ansprechpartner und Deals hat.
Produkte/Services: Detaillierte Produktkonfigurationen jenseits der Standard Line Items.
Partner: Channel-Partner, Reseller, oder Implementierungspartner als eigenes Datenobjekt mit Vertragsstatus, Zertifizierungen und Performance-Metriken.
Was muss man bei Custom Objects beachten?
Custom Objects sind mächtig. Aber sie sind auch komplex. Drei Dinge, die ich immer wieder sehe:
Erstens: Overengineering. Nicht alles braucht ein Custom Object. Wenn du einen Use Case mit Properties und Associations auf Standard-Objekten lösen kannst, tu das. Custom Objects erhöhen die Komplexität deines CRM dauerhaft.
Zweitens: Fehlende Planung. Custom Objects brauchen eine klare Datenarchitektur. Welche Properties? Welche Associations zu welchen Objekten? Welche Pipelines? Das vorab zu definieren spart Wochen an Umbauarbeit.
Drittens: Reporting-Grenzen. HubSpot Custom Reports unterstützen Custom Objects, aber nicht alle Report-Typen sind verfügbar. Prüfe vorab, ob die Reports, die du brauchst, mit Custom Objects funktionieren.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Custom Objects erlaubt HubSpot?
Professional: 1 Custom Object Definition. Enterprise: 10 Custom Object Definitionen. Pro Definition sind bis zu 1.000 Properties möglich. Die Anzahl der Records ist nicht limitiert.
Kann man Custom Objects über die API erstellen?
Ja. HubSpot bietet eine vollständige Custom Objects API für Schema-Definition, CRUD-Operationen und Associations. Für n8n-Integrationen nutzt du den HubSpot-Node mit Custom API Calls.
Gibt es Alternativen zu Custom Objects?
Ja. Für einfache Erweiterungen reichen oft Custom Properties auf Standard-Objekten. Für komplexere Fälle gibt es Deal Line Items mit Custom Properties. Für sehr spezifische Anforderungen kann ein externes System via API angebunden werden. Custom Objects sind der Mittelweg: mächtiger als Properties, einfacher als externe Systeme.