Daten & Qualität

Data Governance

Richtlinien für Datenqualität, Zugriff und Sicherheit im Revenue-Stack. DSGVO macht Data Governance zur rechtlichen Pflicht in DACH.

Was ist Data Governance?

Data Governance umfasst die Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten für Datenqualität, Datenzugriff und Datensicherheit im Revenue-Stack. Sie definiert, wer welche Daten wie erfassen, ändern und nutzen darf. Im Kontext von RevOps ist Data Governance das Regelwerk, das sicherstellt, dass alle Teams mit konsistenten, vertrauenswürdigen Daten arbeiten.

Warum das gerade jetzt relevant ist? Zwei Gründe. Erstens: Die DSGVO macht Data Governance im europäischen Raum zur rechtlichen Pflicht. Zweitens: Mit dem Einsatz von KI in CRM-Systemen wird die Qualität der Eingangsdaten zum Erfolgsfaktor. Garbage in, garbage out gilt für AI-Modelle noch stärker als für manuelle Prozesse.

Was umfasst Data Governance im RevOps-Kontext?

Datenverantwortlichkeiten

Wer ist der Owner für welche Daten? In vielen Unternehmen ist das unklar. Marketing pflegt Lead-Daten, Sales pflegt Deal-Daten, Customer Success pflegt Kundendaten. Aber wer ist verantwortlich, wenn ein Kontakt gleichzeitig Lead und Kunde ist?

Best Practice: Ein Data Owner pro Datenobjekt. In HubSpot heißt das: Jemand ist verantwortlich für Kontakte, jemand für Companies, jemand für Deals. Diese Person definiert die Felder, die Pflichtfelder und die Validierungsregeln.

Zugriffssteuerung

Nicht jeder sollte alles sehen und ändern können. HubSpot bietet granulare Berechtigungen über Teams und Rollen. Ein SDR braucht keinen Zugriff auf Enterprise-Deals. Ein Marketing Manager muss keine Gehaltsfelder in Kontakten sehen.

Laut einer Studie von Varonis haben 53% der Unternehmen mehr als 1.000 sensible Dateien, die für jeden Mitarbeiter zugänglich sind. Im CRM ist das nicht anders.

DSGVO und Compliance

Im DACH-Raum ist Data Governance ohne DSGVO nicht denkbar. Konkret bedeutet das: Rechtsgrundlage für jede Datenverarbeitung dokumentieren. Aufbewahrungsfristen definieren und automatisch durchsetzen. Betroffenenrechte (Auskunft, Löschung) innerhalb von 30 Tagen erfüllen können.

HubSpot bietet DSGVO-Funktionen out of the box: Consent Management, Legal Basis Tracking, und automatische Datenlöschung. Aber die Konfiguration liegt bei dir.

Wie implementiert man Data Governance pragmatisch?

Mein Rat: Starte nicht mit einem 50-seitigen Policy-Dokument. Starte mit drei konkreten Maßnahmen.

Erstens: Pflichtfelder definieren. Welche Felder müssen bei jedem neuen Kontakt, jedem neuen Deal ausgefüllt sein? In HubSpot kannst du Required Properties setzen.

Zweitens: Naming Conventions einführen. Wie werden Properties benannt? Welche Werte sind erlaubt? Dokumentiere das auf einer einzigen Seite.

Drittens: Quartalsmäßige Audits einplanen. Prüfe Datenqualität, Zugriffe und Compliance. Nicht weil es Spaß macht, sondern weil es teuer wird, wenn du es nicht tust.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Data Governance und CRM Hygiene?

CRM Hygiene ist die operative Datenpflege: Duplikate bereinigen, Felder aktualisieren, Datensätze archivieren. Data Governance ist das strategische Regelwerk: Wer darf was, nach welchen Regeln, und wie wird Compliance sichergestellt. CRM Hygiene ist eine Aktivität innerhalb der Data Governance.

Braucht ein Startup Data Governance?

Ab dem Moment, wo mehr als eine Person Daten ins CRM eingibt: ja. Die Komplexität skaliert, aber Grundregeln wie Pflichtfelder und Naming Conventions kosten nichts und sparen später Hunderte von Stunden Aufräumarbeit.

Welche Tools unterstützen Data Governance in HubSpot?

HubSpot selbst bietet Property Validation, Teams & Permissions, und GDPR Features. Für fortgeschrittene Governance gibt es Insycle (Datenqualität), Varonis (Zugriffssteuerung), und OneTrust (DSGVO-Compliance Management).

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